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Eintracht Frankfurt: Spannungen um Kevin Trapp

Diskussionen um Trapp nach dem 0:4 in München

Autor: T. Rübe - 28.02.2025

Frankfurt auf Erfolgskurs – doch Unruhe um Trapp wächst

Die Frankfurter Eintracht spielt eine der besten Spielzeiten ihrer Vereinsgeschichte. Nach 23 Spieltagen stehen die Hessen auf Rang 3 der Bundesliga und sind damit das „Best of the Rest“ hinter Bayer 04 Leverkusen und dem FC Bayern München. Doch trotz der sportlichen Erfolge gibt es Unruhe im Verein. Ein Auslöser war die deutliche 0:4-Niederlage gegen den FC Bayern, in der den Adlerträgern eindrucksvoll aufgezeigt wurde, wie groß die Lücke zur absoluten Spitze noch ist.

Trapp in der Kritik – Schwächen in München offensichtlich

In München fehlte der Eintracht nicht nur die Spielkontrolle und offensive Durchschlagskraft, auch Kevin Trapp erwischte einen schwachen Tag. Der Kapitän patzte beim 2:0, als er einen Eckball unterlief und Hiroki Ito mühelos ins leere Tor einschieben konnte. Auch zuvor wirkte er bei einem Eckstoß unsicher und klärte den Ball nur unzureichend mit einer Hand. Beim 1:0 kurz vor der Pause ließ er sich zudem weit aus seinem Tor ziehen, sodass der Torschütze nur noch ins verwaiste Gehäuse einschieben musste.

Diese Fehler waren keine Ausnahme. Bereits gegen den FC Augsburg verschuldete er einen Gegentreffer. Doch nicht nur die Patzer häufen sich – Trapp gelingt es immer seltener, mit überragenden Leistungen Punkte für sein Team zu retten.

Kaua Santos als Herausforderer?

Schon im Herbst, als der 34-Jährige verletzungsbedingt fehlte, kam die Torwart-Diskussion ins Rollen. Ersatzkeeper Kaua Santos zeigte trotz einzelner Fehler beeindruckende Leistungen. Der 21-jährige Brasilianer überzeugte mit mutiger Strafraumbeherrschung, starker Spieleröffnung und schnellen Reflexen. Besonders beim spektakulären 3:3 gegen den FC Bayern im Hinspiel war er überragend und sicherte den Hessen einen wertvollen Punkt.

Zwei Wochen später kehrte Trapp gegen Leverkusen zurück und zeigte eine solide Leistung – doch sein früheres Weltklasse-Niveau ist kaum noch zu sehen. Sein letztes wirklich starkes Spiel lieferte er im Dezember bei der knappen Pokalniederlage gegen RB Leipzig.

Unruhe nach Trapps Social-Media-Post

Für zusätzlichen Unmut sorgte sein Verhalten im Dezember. Beim Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 fehlte er krankheitsbedingt, postete jedoch nur zwei Tage später ein Bild aus dem Urlaub, entspannt am Pool sitzend. Die Frage lag auf der Hand: War er tatsächlich so angeschlagen, dass er das Spiel verpassen musste? Besonders bitter: Santos erlebte gegen Mainz einen rabenschwarzen Tag und leitete mit individuellen Fehlern die unnötige Niederlage ein. Frankfurt war drückend überlegen, doch scheiterte letztlich an sich selbst.

Die Kritik wächst – Trapp zur Unzeit angreifbar

Wie die "BILD" berichtet, wächst seitdem die Kritik an Trapp. Dabei geht es nicht nur um seine sportlichen Leistungen, sondern auch um sein Auftreten neben dem Platz – insbesondere in den sozialen Netzwerken. Genau jetzt, wo die Eintracht vor dem historischen Einzug in die Champions League über die Bundesliga-Platzierung steht, benötigt das Team einen starken Rückhalt. Der Abgang von Omar Marmoush, dem mit Abstand besten Offensivspieler, hat das Team ohnehin geschwächt.

Trainer Toppmöller muss Ruhe bewahren

Dennoch tut Trainer Dino Toppmöller gut daran, seinem Kapitän den Rücken zu stärken. Eine offene Torwartdiskussion wäre für die Hessen aktuell das letzte, was sie gebrauchen können. In der Liga warten mit Bayer 04 Leverkusen und dem VfB Stuttgart zwei absolute Top-Teams. Zudem geht es bereits nächste Woche in der Europa League weiter – ausgerechnet gegen Ajax Amsterdam, ein hochkarätiges Achtelfinal-Los.

Für diese Aufgaben benötigt Trapp Rückendeckung, um wieder an seine besten Leistungen anknüpfen zu können. Der Torhüter gilt als sensible Persönlichkeit und braucht ein stabiles Umfeld, um sein Potenzial voll auszuschöpfen.

Konkurrenzkampf zur neuen Saison unausweichlich

Langfristig bleibt die Frage, ob Kaua Santos bereit ist, die Rolle als Nummer eins zu übernehmen. Der Brasilianer wird als großes Talent gesehen, doch für einen Champions-League-Anwärter reicht es momentan wohl noch nicht. Deshalb genießt Trapp vorerst weiterhin das Vertrauen. Gleichzeitig gilt es seit Monaten als offenes Geheimnis, dass zur kommenden Saison ein offener Konkurrenzkampf zwischen Trapp und Santos ausgerufen wird.

Interessanterweise spielt Trapp selbst eine entscheidende Rolle in der Integration seines brasilianischen Herausforderers. Er gilt als wichtiger Mentor für Santos, doch könnte genau dieser Nachwuchstorhüter bald zu seiner größten Bedrohung werden.

Endet Trapps Zeit als unumstrittene Nummer eins?

Ein möglicher Wachwechsel würde für Trapp einen herben Rückschlag bedeuten. Der neunmalige deutsche Nationaltorhüter ist eine der Identifikationsfiguren der Eintracht und sollte eigentlich einen gebührenden Abschied wie die Vereinsikonen Makoto Hasebe und Sebastian Rode erhalten. Doch als Ersatztorhüter in Frankfurt – dieses Szenario scheint aktuell kaum denkbar.

Dennoch brachte Trapp selbst erst kürzlich eine Vertragsverlängerung über 2026 hinaus ins Gespräch. Ob er diese jedoch als Nummer zwei anstreben würde, erscheint fraglich.

Trapp hat es selbst in der Hand

Am Ende liegt es an Kevin Trapp selbst. Wenn er sein einstiges Niveau wieder erreichen kann, wird er auch in Zukunft die unumstrittene Nummer eins bleiben. Noch immer genießt er bei den Fans große Anerkennung – doch sportliche Leistungen zählen letztlich mehr als vergangene Erfolge. Die kommenden Wochen könnten für seine Zukunft entscheidend werden.


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