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Timo Horn: Bleibt er aus Mangel an Alternativen in Köln?

Der Wechselwunsch von Horn kann zum Sommer nicht erfüllt werden

Autor: T. Rübe - 30.06.2022

Timo Horn ist Kölner durch und durch. Er ist in der Domstadt geboren und nun mehr seit 20 Jahren beim 1. FC Köln. Ab der Saison 2012/2013 ist Timo Horn die unangefochtene Nummer 1 gewesen. Egal, welcher Torhüter kam, keiner konnte auch nur etwas an dem starken Status von Timo Horn kratzen. Der nunmehr 29-Jährige war über jeden Zweifel erhaben und galt phasenweise auch als zukünftiger Nationaltorhüter, als einer, der auf Manuel Neuer folgen könnte. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro war Horn die Nummer der deutschen Olympia-Auswahl. Doch irgendwann stagnierte der 1,92 m Torhüter ein wenig in seiner Entwicklung, sodass er aus dem Fokus der Nationalmannschaft verschwand. Am Status in Köln änderte sich aber lange Zeit nichts, auch nicht 2018, als er mit dem Effzeh abstieg. 
 

2019 gelang Köln der Wiederaufstieg, doch fanden sich die Kölner fortan im Abstiegskampf wieder. Zwar gelang in den Spielzeiten 2019/2020 und 2020/2021 der Klassenerhalt, doch geriet auch der Torwart immer wieder in die Kritik. Spätestens in der Saison 2020/2021, als Ron-Robert Zieler leihweise nach Köln kam, wurden die Stimmen immer lauter, die einen Wechsel auf der Torhüter-Position forderten. Doch Horn konnte sich trotz teilweise schwankender Leistungen immer wieder im Tor behaupten und behielt auch zu Beginn der abgelaufenen Saison gegen Neuzugang Marvin Schwäbe von Bröndby IF die Oberhand. Gleichzeitig konnte sich Horn unter dem neuen Torwarttrainer Uwe Gospodarek in seinen Leistungen wieder stabilisieren und entwickelte sich ebenso positiv wie der Rest der Mannschaft unter dem neuen Trainerteam. 
 
Die Zweifel verstummten öffentlich im Herbst 2021, doch dann warf Horn eine Corona-Infektion zurück, sodass sich Marvin Schwäbe fortan präsentieren konnte und seine Sache mehr als ordentlich machte. Schwäbe schaffte es binnen weniger Spiele, sich gegen Horn durchzusetzen und zeigte auch die Vorteile auf, die er gegenüber dem langjährigen Platzhirsch zu bieten hat. So ist Schwäbe, der auch zuvor bei Dynamo Dresden spielte, fußballerisch etwas besser und agiert beim Herauslaufen etwas besonnener als Horn, wenngleich dieser unter Gospodarek dieses etwas abstellen konnte. 
 
Zur neuen Saison wird die Torwart-Konstellation ebenso aussehen, wie sie in der letzten Saison zu Ende ging. Schwäbe als Nummer 1, Horn als dessen Stellvertreter. Dies sagte Trainer Steffen Baumgart bereits vor einigen Wochen. Gleichzeitig betonten Baumgart als auch Sportchef Keller, dass Horn nicht den Verein verlassen muss, wenngleich er in Köln zu den Topverdienern mit einem kolportierten Jahresgehalt von 3
Millionen Euro gehört. Zwar muss Köln laut der BILD weiterhin möglichst etwas Gehalt einsparen, doch betonten die Verantwortlichen, dass sich Horn stets in den Dienst der Mannschaft stellte und sich vorbildlich verhalten hätte. Für den Kölner stellt sich daher nun die Frage, ob er seinen noch ein Jahr laufenden Vertrag in Köln unter Umständen als Nummer 2 mehr oder minder aussitzt, oder aber sich einen neuen Verein sucht, bei dem er auch Stammtorhüter sein könnte. Jörg Neblung, Berater von Stefan Ortega, meldete sich im Kölner Stadtanzeiger zu Wort und gab seine Einschätzung bezüglich der Situation von Timo Horn: „Insbesondere für Torhüter ist der Markt sehr schwierig. Die Vereine müssen Geld sparen und viele meinen, dass man als Erstes auf der Torwartposition sparen sollte. (…) Dazu kommt, dass sich der Markt internationalisiert hat und für deutsche Keeper der eigene Markt nochmal kleiner geworden ist. Timo hat einen starken Vertrag, den er so nicht mehr bekommen wird. Er wird im Sommer lange warten müssen, bis sich auf dem Markt etwas ergeben könnte. Ich gehe davon aus, dass er die Saison beim FC beginnen wird. Die Frage ist auch, ob er sich in diesem Markt verändern möchte. (…) Die Situation für Topverdiener im Tor mit Ende 20 ist nicht einfach, wenn man erst mal eine Zeit nicht mehr gespielt hat.“
 
Auch wenn Neblung keine Geschäftsbeziehung zu Horn hat, trifft er mit seiner Einschätzung den Punkt, denn Horn scheint zumindest im Inland derzeit keine wirklich interessanten Angebote zu erhalten. Einzig die Hertha hätte theoretisch in der Bundesliga noch den Status der Nummer 1 zu vergeben, nach dem Alexander Schwolow zu Schalke verliehen wurde und Marcel Lotka nach Dortmund wechselte. Doch scheint die Hertha nun doch auf Oliver Christensen und diesen als neuen Stammtorhüter aufbauen zu wollen. Für Horn wäre damit kein Bundesligist frei, wodurch Horn entweder in die zweite Liga gehen müsste, was derzeit eher unwahrscheinlich erscheint, oder aber es würde sich noch ein Wechsel ins Ausland anbieten. Doch ein kurzfristiger Wechsel zeichnet sich derzeit zumindest nicht ab. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sich Horn auch sehr mit seinem Stammverein identifiziert, auch während etwaiger Verletzungen  immer mit der Mannschaft reiste, um sie zu unterstützen. Auch betonte der Torhüter in der Vergangenheit, dass er sich durchaus Gedanken um seine sportliche Zukunft machen müsse, einen Wechsel aber eher als ultima Ratio ansehen würde und sich ebenso auch vorstellen könnte, auch als Nummer 2 in Köln bleiben zu können. Ob dies aber unter diesen Voraussetzungen auch über das Jahr 2023 erfolgen würde, ist ungewiss. Der Vertrag des Ur-Kölners endet im kommenden Sommer, wodurch eine Vertragsverlängerung notwendig wäre. Stand jetzt müsste Horn allerdings mit Gehaltseinbußen rechnen. Daher scheint das letzte Wort noch nicht gesprochen zu sein.

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