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FSV Mainz 05: Hat Robin Zentner einen Anteil an der prekären Situation?

Nach seinem Patzer gegen Leverkusen fällt Zentner ins Rampenlicht

Autor: T. Rübe - 27.02.2024

Im Abstiegskampf der Bundesliga spitzt sich die Lage immer weiter zu. 11 Spieltage vor Schluss liegen Darmstadt  98 mit 13 Punkten, der FSV Mainz 05 mit 15 Punkten und Köln mit 17 Zählern schon mehr oder minder abgeschlagen auf den letzten 3 Plätzen. Der VfL Bochum als Tabellen-15. hat bereits 8 Punkte Vorsprung. 

Vor allem die Lage vom FSV Mainz 05 war vor der Saison so nicht zu erwarten, während bei Köln aufgrund der Transfersperre bei gleichzeitigen Abgängen von wichtigen Spieler und auch bei Darmstadt als Aufsteiger eher mit einem zumindest schwierigen Saisonverlauf zu rechnen war. Die letzte Spielzeit beendeten die Rheinhessen auf dem 9 Tabellenrang mit gerade einmal 4 Punkten Rückstand auf das internationale Geschäft. Unter dem Trainer Bo Svensson wurde dem Team sogar der nächste Schritt zugetraut wurden, doch verlief die Saison bisher alles andere als gut. Vor allem im Sturm präsentierte sich das Personal bisher im Vergleich zur letzten Saison harmlos. Doch nicht nur vorn drückt der Schuh. Zwar haben die Mainzer erst 37 Gegentore kassiert, weshalb sie in der derzeitigen Statistik der Bundesliga einen Mittelfeldplatz in dieser Rangliste belegen, doch zeigt sich bei einer genaueren Betrachtung ein ganz anderes Bild: In der Datenerhebung der Expected Goals Against (xGA) sind die 05er wiederum das Schlusslicht der Tabellen. Laut Statistik hat Mainz 6,88 Gegentreffer mehr hinnehmen müssen als statistisch erwartbar gewesen wäre. Den vorletzten Rang belegt Darmstadt mit einem Wert von 3,63 Treffern, die man zu viel hinnehmen musste. 

Das lässt aber auch Rückschlüsse auf die Torhüterleistung von Robin Zentner, der seit Jahren unumstrittenen Mainzer Nummer 1 zu. Das 29-jährige Mainzer Eigengewächs spielt tatsächlich eine schwache Runde und das auch fernab der statistischen Erhebung. Die Leistung gegen Bayer 04 Leverkusen war nicht das einzige schlechte Spiel, das Zentner in dieser Saison gezeigt hatte. Dabei spielte Mainz gegen den Tabellenführung gesamtheitlich betrachtet sogar gut, machte es der Werkself so schwer wie kaum eine andere Bundesliga-Mannschaft in dieser Saison. Allerdings hatte Zentner bei beiden Gegentreffern gegen Leverkusen eine gewisse Mitverantwortung, wobei dies beim Leverkusener Siegtreffer von Andrich sogar noch deutlich untertrieben ist. Während Zentner bei dem Treffer von Xhaka zunächst auf eine Flanke spekulierte und deswegen zu weit vor dem Tor stand, ließ er den zentralen Distanzschuss von Andrich durch die Hände ins Tor gleiten. Auch im Rahmen der Spieleröffnung war Zentner nicht immer sicher und leitete mit einem gravierenden Fehlpass sogar noch eine große Chance für die Hausherren ein. 

Im Allgemeinen ist Zentner im fußballerischen Vergleich in der Bundesliga eher als solide bis mitunter sogar unterdurchschnittlich einzuordnen. Einen Mehrwert kann er für seine Mannschaft meist nicht im eigenen Spielaufbau darstellen. Doch auch in den anderen Kernbereichen ist das Mainzer Urgestein zu inkonstant- auf starke Paraden folgen zu häufig auch unglückliche Situation oder gar gravierende Patzer. Bereits in den letzten Jahren war es bei Zentner immer mal wieder Fall, dass er inkonstant agierte, doch bisher war die Auswirkung auf den Tabellenplatz so stark wie derzeit, was natürlich bei weitem nicht nur an Zentner liegt.

Der Torwart ist einer der Faktoren, doch auch nicht der Hauptgrund. Dennoch wäre es aus Mainzer Sicht durchaus auch möglich gewesen, auf andere Torhüter zu setzen. So waren Florian Müller und auch Finn Dahmen Konkurrenten von Zentner, der sich allerdings bei Mainz immer wieder durchsetzen konnte. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Florian Müller lediglich bei seiner Leihsaison beim SC Freiburg wirklich auftrumpfen konnte und Finn Dahmen erst in den letzten Partien so langsam in der Bundesliga wirklich etablieren kann. Doch gerade Dahmen, der vor der Saison ablösefrei zum FC Augsburg wechselte, weil ihm in Mainz die Perspektive fehlte, wäre in der jetzigen Situation noch einmal eine andere Option, um vielleicht auch in der Defensive noch einmal einen neuen Impuls zu setzen. Daniel Batz hingegen spielte bislang in Saarbrücken in der dritten Liga, wenngleich er dort über Jahre hinweg zu den stärksten Torhütern galt. Ein wirklicher Konkurrent ist der Neuzugang vom 1.FC Saarbrücken aber nicht, denn auch öffentlich wurde er deutlich hinter Zentner positioniert. 

Doch vor allem mit Dahmen, einem ehemaligen U21-Europameister wäre es möglich gewesen, einen anderen Weg einzuschlagen, denn bei Zentner fehlte vor allem die Weiterentwicklung. Zumeist stagnierte der 29-Jährige, der sich gleichzeitig auch von der allgemeinen Unruheetwas anstecken lässt. Dennoch muss aber ebenso betont werden, dass Zentner sich über die Jahre hinweg zu einer Führungsfigur bei den Rheinhessen entwickelt hat- vor allem auch in der Kabine hat sein Wort Gewicht und der Torwart ist auch selbstkritisch genug, um seine derzeitige Form zu reflektieren. Vor allem im Hinblick auf den drohenden Rückstand allerdings wäre es für den Torhüter beinahe schon an der Zeit, seiner Mannschaft Punkte auch zu retten, wenn man in irgendeiner Form sogar noch sicher gerettet sein möchte und nicht auf die Relegation hoffen will. 

Durch den neuen Cheftrainer Bo Henrikssen scheint das Team aber noch einmal frischen Wind zu bekommen. Sollte die erste positive Entwicklung unter dem neuen Coach weiter anhalten, könnte es auch für Zentner noch einmal den Turn-Around bedeuten, wenn er sich von einer besseren Form des gesamten Teams anstecken lassen könnte. Bisher hat er zumindest nicht allein geschafft, der Mannschaft im Abstiegskampf von sich aus neue und vor allem positive Impulse zu geben. 


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