Ralf Fährmann musste nach 36 Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt werden (foto: firo)
Ralf Fährmann / FC Schalke 04:
Schalke gelingt im Kellerduell ein wichtiger Sieg, wodurch der Klassenerhalt doch noch möglich erscheint. Für Ralf Fährmann persönlich aber war der Abend weit weniger erfolgreich als für seine Mannschaft. Zwar konnte er mit einer starken Parade gegen Jovetic in der 21. Minute den frühen Anschlusstreffer nach den zwei frühen Schalker Toren verhindern. 10 Minuten später aber verletzte sich das Urgestein am Oberschenkel und konnte nicht mehr weitermachen. Für ihn kam der ehemalige Berliner Alexander Schwolow.
Alex Schwolow zeigte bei seinem Comeback im Tor seit Anfang Januar eine solide Leistung (foto: firo)
Alexander Schwolow / FC Schalke 04:
Alexander Schwolow konnte gegen seinen eigentlichen Stammverein, er ist von der Hertha nach Schalke ausgeliehen, nur wenig zeigen, um sich wieder für die Nummer 1 zu empfehlen, was aber allen voran daran lag, dass die Hertha kaum in der Offensive durchkam. Etwas glücklich gelang Jovetic in der 44. Minute dann der Anschlusstreffer. Lukebakio flankte von rechts in den Strafraum und auf Umwegen kam Jovetic an den Ball und jagte diesen aus der Drehung in Schwolows linke Ecke. Dieser sah den Schuss etwas verspätet und konnte dann auch keinen wirklich starken Abdruck mehr generieren, sodass er lediglich hinterhersprang.
Nach der Pause legten die Hausherren schnell das 3:1 und etwas später auch das vierte Tor nach, wodurch die Hertha bis in die Schlussphase harmlos agierte, dann aber noch einmal auf 2:4 herankam. Nach einem Konter drang Kanga über rechts in den Strafraum ein und spielte den Ball auf Richter, der nur noch einschieben musste. Schwolow schob dabei notwendigerweise auf Kanga, war anschließend, aber nicht mehr in der Lage, den Pass auf Richter und anschließend auch den Treffer zu verhindern. Dennoch war dies letztlich nicht mehr spielentscheidend. Schalke gewinnt völlig verdient mit 5:2.
torwart.de-Bewertung
Fährmann (FC Schalke 04)
Christensen (Hertha BSC Berlin)
Ausstrahlung
Torverteidigung
Raumverteidigung
Spieleröffnung
Gesamt
Für Christensen und die Hertha geht es nun noch mehr in Richtung Abstieg (foto: firo)
Oliver Christensen / Hertha BSC Berlin:
Für Oliver Christensen und die Hertha war es ein Abend zum Vergessen. Bereits nach einer Viertelstunde lag der Hauptstadt-Klub mit 0:2 zurück. Schon in der 3. Minute erzielte Skarke den Führungstreffer für Schalke mit einem furiosen Fernschuss an die Unterkante der Latte. Christensen stand dabei etwas zu hoch und schaute lediglich hinterher. Aber selbst mit einer besseren Position wäre der Treffer nur schwer zu verhindern gewesen. 10 Minuten später erhöhte Bülter nach einer Flanke von Skarke auf 2:0. Christensen stand dabei eigentlich recht gut, und hätte mit hohem Risiko die Flanke auch angreifen können, zog sich aber auf die Linie zurück und war so nicht mehr in der Lage, schnell genug zu reagieren.
Bis zur Pause kam es zu keiner weiteren gefährlichen Toraktion der Hausherren. Doch wenige Minuten nach dem Seitenwechsel erhöhte Terodde auf 3:1. Karaman lief über rechts bis kurz vor der Grundlinie und gab dann in die Mitte zu Terodde, der nur noch einschieben musste. Christensen ließ sich dabei viel zu weit aus seinem Tor ziehen und stand dann neben dem Tor, als Terodde abschloss. Soweit hätte der Torwart gar nicht auf den ballführenden Karaman rücken dürfen, denn wirklich stellen konnte der Keeper diesen nicht mehr. So nahm er sich letztlich nur noch aus der Situation. Wirklich bitter wurde es in der 78. Minute, als Bülter mit einem Lupfer aus großer Distanz den vierten Schalker Treffer erzielte. Begünstigt wurde dieser Treffer durch einen regelrechten Ausflug von Oliver Christensen, der viel zu weit aus seinem Tor kam und völlig übermotiviert, diesen Ball klären wollte, obwohl es noch keine Torgefahr gab.
In der Nachspielzeit erzielte Kaminski mit einem direkt verwandelten Freistoß noch das 5:2. Zwar flog der Ball über die Mauer hinweg ins Tor, doch erneut machte Christensen keine wirklich gute Figur, da er mit dem ballfernen linken Bein absprang und daher auch keinen wirklichen Abdruck mehr generieren konnte. Es war gleichzeitig auch der Schlusspunkt einer Partie, in der Christensen und seine Mannschaft nicht die beste Leistung abrufen konnte.
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