Es war ein deutlicher Klassenunterschied erkennbar und das über das gesamte Spiel hinweg hatten die Gäste nur eine wirkliche gefährliche Gelegenheit durch William, der Casteels mit einem Schlenzer aus 20 Metern prüfte. Der in dieser Saison aber überragend spielende Casteels war für die Wolfsburger Leihgabe nicht zu überwinden und parierte diesen Schuss stark.
Mehr war aber über das gesamte Spiel hinweg nicht zu sehen von den Gästen. Abgesehen von der Schalker Harmlosigkeit agierte Casteels gewohnt ruhig und abgeklärt und strahlte wieder einmal eine ungemein große Ruhe aus, auch in der Spieleröffnung.
torwart.de-Bewertung
Casteels (VfL Wolfsburg)
Rönnow (FC Schalke 04)
Ausstrahlung
Torverteidigung
Raumverteidigung
Spieleröffnung
Gesamt
Frederik Rönnow / FC Schalke 04:
Schalke startete durchaus stabil und mutig in die Auswärtspartie, wurden aber wieder einmal durch eine höchst unglückliche Aktion gebeutelt. Eine Flanke in den Strafraum köpfte Mustafi auf das eigene Tor und düpierte damit den eigenen Torhüter, der nicht damit rechnete und folgerichtig nicht mehr an den Ball kam, obwohl noch versuchte, den Treffer zu verhindern. An Rönnow ist aber kein Vorwurf zu machen. Zuvor musste Rönnow schon eingreifen, um einen noch früheren Rückstand zu verhindern.
Nach wenigen Minuten der zweiten Hälfte erhöhten die Gastgeber infolge eines Schalker Ballverlustes durch Weghorst. Der Stürmer kam aus 10 Metern zu einem wuchtigen Abschluss, erwischte dabei Rönnow auf dem falschen Fuß, der dadurch nicht mehr an diesen Schuss herankam. Allerdings war es für Rönnow auch schwer aufgrund der Entstehung eine entsprechende Vorbereitung für eine Abwehraktion durchzuführen.
Kurze Zeit später erhöhten die Gastgeber wieder durch einen Ballgewinn am gegnerischen Strafraum auf 3:0 und wenige Augenblicke später sogar auf 4:0. Rönnow war dabei jeweils vollkommen außerstande, die Chancen zu vereiteln. Zuerst kam Weghorst durch den Ballgewinn an den Ball, legte vollkommen ohne Gegenspieler auf Baku quer, der nur noch einschieben musste. Für Rönnow war nichts zu machen, da zuerst gegen Weghorst schieben musste und dadurch nicht mehr an den Ball von Baku kam. Danach legte Weghorst auf Brekalo ab, der ebenso ohne Gegner war und Rönnow mit einem Flachschuss in die lange Ecke keine Chance ließ.
Zu Beginn der Schlussphase wurde es noch deutlicher. Philipp traf nach einer Hereingabe Roussillons von der Grundlinie am langen Pfosten. Wieder musste Rönnow zuerst auf den Vorbereiter schieben, wodurch er beim Abschluss Philipps zu spät kam, und die Hände erst weiter hinter der Linie an den Ball kam. Erneut lag der Treffer nicht am Torhüter.
Überhaupt war es aus Schalker Sicht Rönnow zu verdanken, dass die verdiente Niederlage nicht noch um ein oder zwei Tore höher ausfiel. So hatte allein Philipp noch zweit gute Möglichkeiten vor seinem Tor, scheiterte aber jeweils an guten Aktionen Rönnows. Gleichsam wirkte der Keeper eher unsicher in der Spieleröffnung und spielte auch mehrere Fehlpässe.
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