Keinen einzigen Ball musste Bürki im Hinspiel des Achtelfinals der Champions-Leauge in Lissabon parieren. (Foto: firo)
Roman Bürki/ Dortmund: Der Schweizer Nationalkeeper war in der ersten Halbzeit so gut wie nicht gefordert. Lissabon begann das Achtelfinale der Champions-League Saison 2016/2017 zwar aggressiv und wollte vor heimischer Kulisse ein Zeichen setzen, doch die Anfangseuphorie verflachte mit zunehmender Spielzeit. Kurz nach Wiederanpfiff erwischten die Adlerträger aus der portugiesischen Hauptstadt den BVB eiskalt. Pizzi drehte eine Ecke von rechts auf Luisao, der zentral auf den zweiten Pfosten verlängerte. Dort schob Mitroglou seinen Landsmann Sokratis zur Seite, nahm die Kugel etwas glücklich mit seinem linken Fuß mit und netzte freistehend aus drei Metern ein. Roman Bürki war beim Gegentor absolut chancenlos und konnte den zu diesem Zeitpunkt im Spiel völlig unverdienten Gegentreffer nicht verhindern.
Gegenüber dem "kicker" äußerte sich Bürki nach dem Spiel. Dort versuchte er zu erklären, wie bitter es als Spitzen-Keeper ist, während des ganzen Spiels keinen Ball parieren zu müssen und am Ende ohne Punkte die Heimreise nach Dortmund anzutreten: "Ich bin es von meinen Vorderleuten gewohnt, dass sie gut verteidigen und nicht viel zulassen. Es war mal wieder so ein Tag, ich hatte wirklich keinen einzigen Ball in der Hand. Auch beim Tor habe ich ihn leider nicht mehr berührt, der war drin, das ist natürlich unglücklich. Aber so eine Leistung insgesamt muss unser Anspruch sein, darauf können wir aufbauen." Nach dem Schlusspfiff fehlten dem Dortmunder Schlussmann, der bisher eine tadellose Saison im Borussen-Tor abliefert, dann auch größtenteils die Wort: "Es ist schwierig, da jetzt das Richtige zu sagen. Man sagt ja, wenn man sie vorne nicht macht, bekommt man sie hinten... Benfica hatte eine einzige Chance, und dann machen sie direkt das Tor, da ist natürlich auch Glück dabei. So wie sie da gefeiert haben, denken sie wahrscheinlich, sie hätten gut gespielt. Es ist keine Frage, wir hätten vier Tore schießen müssen."
Im Rückspiel im heimischen Signal-Iduna-Park muss die Borussia nun auf jeden Fall zum Torerfolg kommen. Auf Roman Bürki wird es im entscheidenden Spiel dann vor allem ankommen: Denn wenn der Keeper einen Gegentreffer bekommt, sinken die Chancen für Dortmund in die nächste Runde der Königsklasse einzuziehen.