Thomas Kraft / Hertha BSC Berlin: Der deutsche Torhüter vertrat den gesperrten Jarstein. Zuletzt musste Kraft wegen einer Nackenblockade noch aussetzen. Die Hertha unter dem neuen Trainer Klinsmann versuchte den BVB früh zu stören. Eine knappe Viertelstunde ging dieses Konzept auch auf, ehe Brandt aus dem Zentrum heraus einen öffnenden Diagonalpass zu Sancho spielte und der 19-Jährige halblinks im Strafraum freistehend zum 1:0 einnetzte. Kraft war machtlos, berührte den Ball sogar noch. Und der BVB legte nach: Der schnelle Hakimi sprintete die rechte Außenbahn entlang, ehe er in den Strafraum querlegte. Dort war Hazard mitgelaufen und der Belgier stellte auf 2:0. Die Hertha bekam in dieser Phase keinen Fuß auf den Boden - und konnte sich glücklich schätzen, dass Akanji wenig später in die Arme von Kraft köpfte. Im weiteren Verlauf kam vom BVB nur noch wenig, da diese in der zweiten Halbzeit nach einem Platzverweis für Hummels in Unterzahl agieren mussten. Kraft machte seine Sache gut und agierte unaufgeregt. Am Ende aber schaffte es die alte Dame nicht mehr, den Ausgleich zu erzielen.
Roman Bürki / Borussia Dortmund: Früh konnte sich der ehemalige Schweizer Nationaltorhüter über die Doppelführung seiner Mannschaft freuen. Irgendwie fing sich die Klinsmann-Elf wieder und kam auch vereinzelt in gefährliche Abschlusspositionen. Bürki musste die ersten zwanzig Minuten so gut wie nicht eingreifen. Die bis dato beste Möglichkeit hatte Angreifer Lukebakio, der nach einer halben Stunde nach einer feinen Einzelaktion aus spitzem Winkel an BVB-Schlussmann Bürki scheiterte. Drei Minuten später war es erneut der ehemalige Düsseldorfer, der die Dortmunder Abwehr schlecht aussehen ließ: Darida hielt seinen rechten Fuß in die Schussbahn des Belgiers und überwand so Bürki zum 1:2-Anschlusstreffer. Die Hertha drückte Dortmund in die Defensive. Doch gegen zwei defensive Ketten der Schwarz-Gelben kamen die blau-weiß gekleideten Hauptstädter nur selten zu gefährlichen Abschlüssen. Mit Hilfe des Zufalls prüfte Grujic Bürki aus 18 Metern, aber der Schweizer packte fest zu und agierte fehlerfrei. Am Ende konnte sich Bürki über den befreienden Auswärtssieg freuen.
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