Sven Ulreich liegt beim Goldenen Handschuh nach der Vorrunde vorne (Foto Firo)
Halbzeit beim Goldenen Handschuh: Ulreich liegt vorne
Überraschung an der Spitze des "Goldenen Handschuhs". Nicht die Nationalkeeper um Manuel Neuer (Bayern), Tim Wiese (Bremen) oder Ron-Robert Zieler (Hannover) stehen vorne, sondern drei ganz andere. Allen voran überzeugte Sven Ulreich (VfB Stuttgart) an der Spitze.
Auch der zweite Platz von Michael Rensing (Köln) war nicht ganz erwartbar. Auf Rang drei schaffte es Jaroslav Drobny (HSV), den viele schon abgeschrieben hatten. In den ersten Wochen fehlte dem Tschechen noch die Spielpraxis. Jetzt zeigt er aber, dass der HSV zu Recht ihm das Vertrauen ausspricht. Die Frage nach einer möglichen Verpflichtung von René Adler dürfte wohl erst einmal hinten angestellt sein.
Doch zurück zum Führenden: 20 Gegentore und Platz acht in der Bundesliga klingen solide. Doch so wie viele Experten den gesamten VfB Stuttgart - teilweise zu Recht - im Mittelfeld sehen, ist Ulreich dagegen aktuell einer der meist unterschätzten Torhüter in der Bundesliga. Vielleicht tut ihm gerade das gut, dass der Fokus der Medien und Fans auf den neuen Jungen um ter Stegen, Zieler und Leno liegt. So kann Ulreich sich rein auf den VfB Stuttgart und seine Arbeit dort konzentrieren, während die Youngster bereits in die Nationalmannschaft diskutiert - oder wie im Falle Zielers tatsächlich gebracht werden.
Vor allem die Konstanz zeichnete Ulreich aus. Nur am 3.Spieltag im Spiel gegen Bayer Leverkusen patzte der Keeper. In allen anderen 16 Partien und auch im DFB Pokal zeichnete sich der Torwart des Öfteren vor allem durch Spitzenparaden aus. Damit wird er automatisch auch ein Kandidat für die Nationalmannschaft werden. Der Zug zur EURO 2012 in Polen und der Ukraine rollt bereits auf Hochtouren. Die Konkurrenz ist breit. Nur durch absolute Spitzenleistungen, die Ulreich zweifelsohne gezeigt hat, sind noch Veränderungen möglich. Im Oktober meinte Ulreich auf die Frage zur Nationalelf gegenüber torwart.de noch etwas zurückhaltend und allgemein, dass „dies der Traum eines jeden Fußballers“ sei. Durch einen Sieg des Goldenen Handschuhs am Saisonende hätte er durchaus das Recht auch direkte Ansprüche anzumelden.
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