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Gregor Kobel mit zukünftig stärkerer Rolle in Dortmund?

Vom Hoffenheimer Talent zum Dortmunder Führungsspieler

Autor: T. Rübe - 30.03.2026

Für Gregor Kobel schloss sich mit dem Testspiel gegen die deutsche Nationalmannschaft ein Kreis. Mit 16 Jahren verließ der Torwart seine Heimat Zürich und wechselte in die Jugendakademie der TSG 1899 Hoffenheim. Gerade für den Vater soll es nach Aussage des 28-Jährigen ein kleiner Kulturschock gewesen sein, denn der Ort selbst ist sehr klein. 

Für den damaligen Jugendlichen zählte aber die Perspektive, wie er gegenüber der Funke-Mediengruppe sagte: „Aber: Hoffenheim hat einen wirklich coolen Plan mit mir gehabt, mir den Weg innerhalb von zwei Jahren zu den Profis aufgezeigt. Julian Nagelsmann war mein U19-Coach, Michael Rechner, der heute bei Bayern München arbeitet, mein Torwarttrainer – zwei absolute Topleute. Mich hätte es deutlich schlechter treffen können.“

Bis heute hat auch sein damaliger Trainer eine hohe Meinung von ihm, wie er selbst auf der Pressekonferenz vor dem Spiel bekanntgab: „Er zeigt über Jahre hinweg eine sehr konstante Leistung. Also ich hab ihn nicht entdeckt, sondern Michael Rechner war das. Man hat damals schon gemerkt, dass er ein sehr talentierter Torwart ist, der auch einen positiven Grat an Verrücktheit mitgebracht hatte auf dem Feld. Das hat ihm sicher gutgetan, sich in die richtige Richtung zu entwickeln mit dem nötigen Mut.“ Dass es damals für die jetzige Nummer 1 der Schweizer Nationalmannschaft so hoch hinausgehen würde, war zwar noch nicht abzusehen, doch hatte der Torhüter damals schon seine Anlagen zeigen können.

Seit 2024 ist er nun auch schon in der Nati die Nummer 1, stand aber vorher schon jahrelang im Schatten von Yann Sommer. Dennoch hatte er sich schon in den letzten Jahren auch international einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Vor allem auf der Linie ist der Torhüter über jeden Zweifel erhaben, offenbart aber im fußballerischen Bereich bisweilen auch kleinere Defizite. Dennoch wird er auch regelmäßig mit einem Wechsel in Verbindung gebracht. Das unterstreicht allgemein seinen Wert und sein hohes Niveau. Kobel selbst sprach gegenüber der „WAZ“ davon, dass seine besten Jahre noch vor ihm liegen würden.

Vertrag in Dortmund bis 2028 

Diese könnte er möglicherweise auch vollends bei Borussia Dortmund verbringen. Aktuell besitzt Kobel noch einen Kontrakt bis 2028. In den letzten Jahren hatte sich Kobel dem Vernehmen nach auch immer wieder gegen einen Transfer ausgesprochen. Auch aktuell scheint sich ein Wechsel im Sommer nicht anzudeuten – im Gegenteil: Nach den bereits feststehenden Abgängen von Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan gehen dem BVB die klaren Führungsspieler etwas aus. Nach Emre Can ist Kobel bereits der dienstälteste Profi bei den Schwarz-Gelben und war schon in den letzten Jahren eine absolute Säule in der Mannschaft. Mit Brandt verlässt nun aber der Vize-Kapitän den Club. Viele vermuten daher, dass Kobel noch mehr in die Verantwortung kommt, da auch Kapitän Emre Can nicht immer spielt. Auch er geht davon aus, dass noch mehr Verantwortung auf seinen Schultern liegen könnte, aber „sicherlich nicht im negativen Sinn“.

Konkret erklärte der Torhüter: „Ich versuche, mit meiner Art die Jungs zu unterstützen. Es verändert sich ja immer alles ein Stück weit, mal rücken andere weiter in den Fokus – und das ist auch gut so. Wenn ich das Gefühl habe, die Mannschaft braucht gerade meine Hilfe, dann werde ich bestimmte Themen ansprechen.“ Gleichsam schränkte er ein Stück weit ein: „Ich bin niemand, der sich nach vorne drängelt und seine Meinung durchdrücken muss.“ Dennoch wäre es die logische Konsequenz, wenn Kobel auch aufgrund der langen Vereinszugehörigkeit und seiner Leistungen in der internen Mannschaftshierarchie noch weiter nach oben steigen würde.


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