Das Torwart- und Fußballportal
  TORWART.DE ONLINE-SHOP Torwarthandschuhe von adidas, Reusch, Uhlsport, NIKE, Puma, Jako, Derbystar, Sells, Selsport, McDavid, Under Armour, HO Soccer, Lotto!
torwart.de-Shop:Torwarthandschuhe, Torwartausrüstung
torwart.de-Shop:Torwarthandschuhe, Torwartausrüstung
 




Home > Magazin > torwart.de-HAUTNAH > Profis 2016/17 > Lautern: J.Pollersbeck

Julian Pollersbeck: „Nach erstem Training mit Gerry konnte ich meine Beine nicht mehr heben“

von T.Schlitzke


Julian Pollersbeck (Foto Lautern)

Julian Pollersbeck hat sich beim 1.FC Kaiserslautern einen Stammplatz erarbeiten können. Mit guten Leistungen kam er auch nun in der U21 des DFB zum Einsatz. Torwart.de sprach exklusiv mit dem Keeper über seinen Aufstieg!

torwart.de: Julian, die letzten Wochen verliefen sehr turbulent für dich. Du bist beim 1. FC K seit einigen Spielen die Nummer 1 und feierst auch Dein Debüt in der U21. Inwieweit kneifst du dich und denkst du befindest dich in einem Traum?

Julian Pollersbeck: In der Tat ist in der letzten Zeit einiges passiert. Ich habe jetzt schon elf Spiele gemacht, davon konnte ich zu Saisonbeginn nicht unbedingt ausgehen. Aber ich habe mich auch lange darauf vorbereitet, sowohl physisch als auch mental. Ich bin natürlich froh darüber, zum Einsatz zu kommen und das Vertrauen des Trainers zu haben. Letztendlich will ich das Beste daraus machen und zu jedem Zeitpunkt das abzurufen, was ich kann, um damit meiner Mannschaft zu helfen.

torwart.de: Du musstest drei Jahre auf diese Chance warten. Wie sehr musstest du mit deiner Ungeduld kämpfen und was half dir, positiv zu bleiben?

Pollersbeck: Ich habe immer in der zweiten Mannschaft spielen dürfen und hab auch dort immer versucht, das Beste daraus zu machen. Eine U23 ist eine optimale Vorbereitung für oben, die Rahmenbedingungen waren dort für mich sehr gut. Die Regionalliga unterscheidet sich in Sachen Körperlichkeit und Robustheit nur wenig von den höheren Klassen. Es sind wirklich nur Kleinigkeiten, die den Unterschied machen. Gerade von den Spielen bei den gestandenen Mannschaften wie Offenbach, Saarbrücken oder Mannheim kann man sehr viel mitnehmen, nicht zuletzt auch der Kulisse wegen. Da fällt es leichter, positiv zu bleiben.

Infos zu Julian Pollersbeck:
  • Nationalität: deutsch
  • Geburtstag: 16.08.1994
  • Größe (cm): 195
  • Vereine: Wacker Burghausen, DJK Emmerting
  • Besonderes: Sein Debüt im Nationaltrikot gab er am 10. November 2016 in Berlin beim 1:0-Sieg der U-21-Nationalmannschaft gegen die Auswahl der Türkei.

torwart.de: G. Ehrmann gilt als Institution im Torwartbereich. Erinnerst du dich noch an dein erstes Training mit ihm und welchen Eindruck hat es bei dir hinterlassen?

Pollersbeck: Der Eindruck war Muskelkater, ich konnte erst mal keine Treppen mehr laufen. Damals waren wir im Trainingslager, ich bin gerade erst dazugekommen und Gerry hat mich springen lassen. Als ich am nächsten Tag aufgewacht bin, konnte ich meine Beine kaum mehr spüren. Diese Art Training war mein Körper zu dieser Zeit nicht gewohnt. Noch nicht. (lacht)

torwart.de: Nach drei Jahren, in welchen Bereichen hast du dich am meisten bei ihm verbessert und an welchen Bereichen werdet ihr weiter verstärkt arbeiten?

Pollersbeck: Ich bin definitiv ruhiger geworden. Zudem hat sich mein peripheres Blickfeld auf dem Platz verbessert. Auch am Ball bin ich stärker geworden und natürlich hat sich auch meine Physis an Gerrys Training angepasst. Dennoch ist in allen Bereichen noch viel Luft nach oben, aber dafür trainiere ich ja auch jeden Tag sehr hart. Ich weiß, dass ich mich nie auf der momentanen Situation ausruhen darf.

torwart.de: War eine der Überlegungen nach Lautern zu kommen auch die Erfolgsgeschichten aller Torhüter, die dort ausgebildet wurden (Weidenfeller, Trapp, Müller, Sippel usw.)?

Pollersbeck: Ich war extrem froh, ein Angebot eines so prestigeträchtigen Vereins zu bekommen. Wenn der Club mit dem wahrscheinlich besten Ruf in Sachen Torhütern in ganz Deutschland anklopft, dann muss man nicht lange überlegen.

torwart.de: Wie wichtig ist in einem Torwartteam der Konkurrenzkampf zwischen den Torhütern und inwieweit sieht man sich als gemeinsames Torwartteam?

Pollersbeck: Klar ist es so, dass man als Torwart immer die Nummer eins sein will. Klappt es nicht, ist es ja auch ganz natürlich, dass man mal angefressen ist. Aber solange man respektvoll miteinander umgeht, gibt es da keine Probleme. Der Konkurrenzkampf ist mit einem Torwartwechsel nicht beendet, der geht immer weiter. Ich habe auf meine Chance gewartet, sie bekommen und dann auch genutzt. Eine Garantie ist das trotzdem nicht, man muss sich immer weiter entwickeln, um die erste Wahl des Trainers zu bleiben.

torwart.de: In welchen Bereich bist du als Torwart in der 2. Bundesliga noch mehr gefordert als bei Spielen in der Regionalliga?

Pollersbeck: Die Spieler in der Regionalliga besitzen durchaus auch viel individuelle Klasse, in der 2. Bundesliga ist das Spiel an sich aber nochmals schneller. Selbstverständlich sind die Stadien auch voller, das macht es aber eigentlich nicht schwieriger, sondern insgesamt einfach geiler. Man könnte sagen, dass die Mannschaft noch besser auf einander abgestimmt sein muss, weil die Akustik auf dem Platz in einem vollen Stadion doch ein wenig leidet.

torwart.de: Du stammst aus Oberbayern. Deine Ausbildung zum Torwart verlief heimatnah bei deinem Heimatverein Emmerting und anschließend im NLZ von Burghausen. Warum bist du von einem Heimatklub nicht gleich in das NLZ der Löwen und Bayern gewechselt?

Pollersbeck: Ich habe in meiner Jugend zwar mehrmals gegen 1860 und Bayern gespielt, hatte aber niemals Angebote vorliegen, dorthin zu wechseln. Insofern habe ich mich damit nie beschäftigt. Burghausen ist sechs Kilometer von meinem Heimatort entfernt, da konnte ich mit dem Fahrrad hinfahren, das war einfach praktisch.

torwart.de: Wie wichtig war Dein familiäres Umfeld bei der Ausbildung deines Talents?

Pollersbeck: Mein familiäres Umfeld war mir sehr wichtig und wird es auch immer bleiben. Ich weiß genau, falls ich doch mal „abheben“ würde, wäre jemand da, der mich wieder „zurück auf den Boden“ holt. Ich freue mich über jede Gelegenheit, bei der ich meine Familie besuchen gehen kann.

torwart.de: Welchen Stellenwert hatte die Torwartausbildung im NLZ Burghausen ?

Pollersbeck: Ich wurde dort wirklich top ausgebildet, hatte sehr gutes Torwart-Training. Es wurde viel auf Details und Technik geachtet, in diesem Entwicklungsstadium ist das enorm wichtig. Beim FCK konnte ich dann mit Gerry verstärkt an meiner Physis arbeiten.

torwart.de: Was heißt es für dich Profi zu sein? Wie wichtig ist das Verhalten, Ernährung usw. auch außerhalb des Trainings für dich?

Pollersbeck: Natürlich ist das wichtig. Mein Körper ist mein Kapital, deswegen ist es schon sehr wichtig, auch auf sich zu achten. Unsere Trainer und unsere medizinische Abteilung unterstützen uns da aber auch sehr gut, ich kann mir immer Rat holen.

torwart.de: Du spielst mit dem Ace Trans Pro. Welche besonderen Features haben deine Handschuhe und wie findest du die sehr stark auf enge Passform, wenig Gewicht und Flexibilität ausgerichtet Konstruktion des Handschuhs?

Pollersbeck: Es gibt viele Handschuhe, da schwimmt man drin. Ich glaube das beschreibt es ganz gut. Jedenfalls hat man im Ace Trans Pro durch die enge Passform wirklich Gefühl ab dem Ansatz bis zu den Fingerspitzen. Im Idealfall sollte man einen Handschuh an seiner Hand fast nicht merken und das ist bei diesem Modell für mich einfach am besten.

torwart.de: Danke dir!

Pollersbeck: Gerne und bis bald!

© 1999-2017 torwart.de - Impressum
TIP A FRIEND _Seite empfehlen SITEMAP TORWART.DE _Sitemap _Druckansicht _oben